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Artikel "Automessen 2007"

Alljährlich werden auf dem Genfer Autosalon in der Schweiz, der weltweit wichtigsten Fachmesse im Automobilbereich und auf der Auto-Mobil-International (AMI) in Leipzig, der zweitgrößten Automobilmesse in Deutschland, die neusten Errungenschaften der Fahrzeugtechnik präsentiert.

Auch in diesem Jahr gab es für den interessierten Fachbesucher vom 08. bis 18. März in Genf auf dem Genfer Autosalon allerlei Neuheiten zu bestaunen und Premierenvorstellungen en masse abzuklappern.

Neuheiten, so weit das Auge reicht

Unter anderem präsentierte Audi den neuen Audi A5, der ab Juli 2007 zu haben sein wird. In der gehobenen Preisklasse ab 55.000 € stellten die Ingolstädter Autobauer den neuen Audi S5 mit satten 354 Pferdestärken vor. In den Modellreihen A3 und A4 kündigte Audi neue Motorvarianten an, die auf geringeren Verbrauch ausgelegt sein werden.
Auch Volkswagen geht mit der Premiere des Passat BlueMotion unter die Spritsparer: Lediglich 5,1 Liter Diesel verbraucht der sparsame Wolfsburger auf einer Strecke von 100 Kilometern als Variant, bloß 5,2 Liter sind es in der Limousinen-Variante.
Der neue VW Touareg BlueTDI erfüllt mit seinem 225 PS starken Dieselmotor sogar die strengen Abgasnormen in Kalifornien sowie anderen umweltbewussten US-Staaten und ist damit laut Volkswagen einer der saubersten Diesel der Welt.
Darüber hinaus hatte der neue Phaeton sein Debüt in Genf, der schon im Frühsommer ausgeliefert werden soll. Der 233 PS-Diesel wird schon heute der erst ab 2009 verbindliche Abgasregelung Euro5 gerecht und ist damit ebenso ökologisch wie der Touareg. Seine Weltpremiere feierte ein neues Mitglied in der VW-Familie ebenfalls auf dem Genfer Autosalon: Der auf den Namen Golf Variant getaufte Kombi basiert optisch auf dem aktuellen Golf V und wird ab Sommer diesen Jahres auf dem Markt zu haben sein.

Bei BMW gab es die Weiterentwicklung beliebter Renner zu sehen. Im Mittelpunkt stehen hierbei die 3er-Reihe und die 5er-Reihe.
Die vierte Generation des 3er-Cabrios hat statt des üblichen Stoffverdecks ein faltbares Blechdach spendiert bekommen und kommt in vier Motorvarianten von 170 PS bis hin zu starken 306 PS als Benziner; bevorzugt man einen Dieselmotor, muss man sich mit der 231 PS starken Variante zufrieden geben. Dafür stehen alle Modelle schon ab März beim Autohändler.
In der 5er-Reihe gibt es für den BMW 5er nur eine kleine optische Auffrischung, dafür wurde aber in technischer Hinsicht einiges getan: Eine neue Direkteinspritzung soll eine Kraftstoffeinsparung von bis zu 12 % gewährleisten.
Ähnliches gilt beim BMW M5 Touring. Augenscheinlich hat sich beim Kombi nicht allzu viel getan, aber der Schein trügt: Ein 507 PS starker Motor bildet das Herzstück des neuen Touring, der ab dem Frühsommer auf dem Markt sein wird.

Die Tochtermarke Mini stellte mit dem Mini One die Einstiegsversion seines neuen Kleinwagens vor. Unter dem Motto „Mehr Fahrspaß, weniger Verbrauch“ feierte der Mini zusammen mit dem Mini Cooper D seine Weltpremiere in Genf. Der Cooper D soll die magische 5-Liter-Grenze unterschreiten und nur 4,4 Liter pro 100 gefahrenen Kilometern verbrauchen. Der Mini One liegt mit 5,7 Litern mehr als einen Liter über dem Cooper D, ist aber immer noch sparsam unterwegs. Ab April sind die Minis zu haben.

Für Aufregung der besonderen Art sorgte Fiat: Der italienische Hersteller zeigte nicht nur neue Automodelle, sondern auch ein neues Logo. Unter dem Motto "Wandel im Zeichen der Kontinuität" sieht Fiat das neue Markenzeichen des Konzerns. Ebenso wie den Mutterkonzern ziert auch die Konzerntochter Lancia seit dem Genfer Autosalon ein neues Logo unter gleichem Motto und in ähnlichem Stil.
Aber natürlich zeigten die Italiener auch zahlreiche Innovationen im Automobilbereich. Im Mittelpunkt stand bei Lancia die Sportversion des Ypsilon, den Ypsilon Sport, der wie der Vorgänger vom Centro Stile Momo Design kreiert wurde. Auch der Thesis wurde in Genf in einer sportlichen Neuauflage gezeigt.
Zusätzlich beeindruckte das Sondermodell des Lancia Phedra mit Lederausstattung und zahlreichen Multimediafunktionen wie DVB-T und integriertem DVD-Player sowie das Sondermodell des Lancia Musa, genannt Musa SKY, das serienmäßig mit Sonnendach und Satellitennavigation daherkommt.
Fiat feierte die Rückkehr von Abarth, der einstigen Tuningmarke, mit dem Sondermodell Fiat Grande Punto Abarth, das mit bis zu 155 PS der Traditionsmarke Abarth alle Ehre macht und bereits diesen September erscheinen soll. Bodenständig blieben die Turiner mit dem Kleinwagen Fiat Bravo und der Ankündigung eines Billigwagens, der allerdings nicht vor 2010 erscheinen soll. Einen Höhepunkt bewahrte man sich aber für die AMI in Leipzig auf: die Präsentation des Fiat Linea genannten Stilo-Nachfolgers.
Ford stellte in einer Weltpremiere auf dem Autosalon in Genf das neue Topmodell der Kölner Autobauer vor. Der neue Ford Mondeo, der markentypisch in drei verschiedenen Karosserieversionen und stolzen sechs Ausstattungsvarianten angeboten wird, ist ab Sommer dieses Jahres auf dem Markt verfügbar. Jede Variante wird in unterschiedlichen Motorisierungen angeboten, angefangen bei 100 PS bei einem Preis von knapp 24.000 €. Für das Topmodell mit 220 PS muss man mit einem Preis ab 30.000 € aufwärts rechnen.
Die zweite Premiere in Genf feierte Ford mit dem brandneuen Nachfolger des Ford C-Max. Mit einem großen Panoramadach orientiert sich der Kompaktvan designtechnisch allerdings eher am S-Max als am Focus, vereint aber die Vorzüge beider und wird ab dem Frühsommer 2007 zu haben sein.

Gleich drei Weltpremieren hat sich Peugeot für den Genfer Autosalon aufgespart. Die erste Premiere hatte das neue Cabriolet von Peugeot, der 207 CC, der an die Erfolge des Vorgängers 206 CC anschließen soll.
Zusätzlich steht der Peugeot 207 noch in anderen Varianten am Start: Mit dem Peugeot 207 RC kommt ein 175 PS starker Kleinwagen, der an den Vorgänger 205 GTi anknüpft. Dazu soll der Peugeot 207 auch als Kombi erscheinen. Zudem stellte man eine Designstudie namens „Outdoor“ vor, die auf einen 207 mit Outdoor-Anlitz hoffen lässt.
Mit Spannung erwartet wurde auch die Präsentation des ersten SUV von Peugeot. Der Peugeot 4007 vereint sparsame Dieseltechnologie mit hohem Fahrspaß. Mit dem 4007 will Peugeot den ersten Schritt in Richtung „grüner Geländewagen“ machen. Dafür wurde der 4007 in Zusammenarbeit mit Mitsubishi auf Basis des Mitsubishi Outlander entwickelt. Der Versuch, einen umweltschonenden Kraftprotz auf den Markt zu bringen, scheint gelungen zu sein: Mit 7 Litern auf 100 Kilometern verbraucht Peugeots erster SUV mehr als doppelt so wenig Diesel wie vergleichbare Modelle und siedelt sich vom Verbrauch her eher im Kleinwagenbereich an, ist aber mit 156 PS wahrlich nicht untermotorisiert.
Gleich zur Premierenfeier gibt sich der 4007 auch schon in einer Sonderedition die Ehre: Der 4007 Holland & Holland ist ein exklusives Sondermodell, das in Kooperation mit der Londoner Edelmarke Holland & Holland veredelt wurde, die normalerweise auf Jagdzubehör spezialisiert ist.

Schwesterkonzern Citroen wartet ebenfalls mit dem ersten SUV der Firmengeschichte auf. Der Citroen C-Crosser feierte wie der Peugeot 4007 auf dem Genfer Autosalon Premiere. Und die beiden haben noch eine Gemeinsamkeit: Der C-Crosser basiert wie der 4007 auf dem Mitsubishi Outlander. Technisch sind sich die beiden Modelle also fast identisch, nur äußerlich hat jeder Wagen ein individuelles, markentypisches Aussehen.
Mit dem Citroen C4 Picasso erweitern die Franzosen zudem ihr Van-Programm um ein weiteres Modell, das gegen Aufpreis mit Panoramadach für gute Sicht sorgt.

Mit immerhin einer Premiere war Mazda dieses Jahr auf dem Genfer Autosalon vertreten. Präsentiert wurde der neue Mazda2, der ab nächstem Jahr für Wind sorgen will. Wie viele andere Hersteller wurde der Verbrauch reduziert und die Sicherheit weitestgehend optimiert, damit dem ungetrübten Fahrspaß nichts mehr im Wege steht.

Natürlich sorgte auch Toyota für ein Debüt in Genf. Der Hersteller aus Japan präsentierte den Toyota Auris, der schon kurz nach Messeschluss im März auf den Markt kommen soll. Das Ziel ist klar: Toyota erhofft, neben dem Golf Fuß in der Kompaktklasse zu fassen. Möglich wäre es, denn der Herausforderer kommt mit einem Kampfpreis von 15.000€ daher. Zusätzlich versucht Toyota seinen Beitrag auf dem Weg zum umweltschonenden Automobil zu leisten, indem der Corolla-Erbe Auris nur minimale Kohlenstoffdioxidmengen freisetzt – und das zum richtigen Zeitpunkt, denn ab April dieses Jahres müssen alle Dieselfahrzeuge in Deutschland aufgrund der hohen CO2-Belastungen mit einem schadstoffmindernden Rußpartikelfilter ausgerüstet werden, den Toyota beim Auris serienmäßig verbaut.

Nissan zeigte auf dem Autosalon die neuste Generation des SUV X-Trail. Eine Besonderheit des offiziell als SUV vorgestellten Fahrzeuges ist die volle Geländegängigkeit, die sonst für SUV eher eingeschränkt gilt. Der überarbeitete Japaner wird noch diesen Sommer sein Marktdebüt feiern.
Schon im Frühjahr dieses Jahres kommt der überarbeitete Nissan 350Z. Der Sportwagen hat 12 PS stärkeren Motor und einige optische Überarbeitungen. Zudem sollen neue Farben verfügbar sein.

Opel hatte dieses Jahr in Genf besonders gute Karten. Vor allem der Opel GT mit seinen 264 PS brachte so manchen Besucher zum Staunen.
Aber auch der neue Opel Corsa OPC machte eine gute Figur, der Opel im Bereich der beliebten sportlichen Kleinwagen nach vorne helfen soll. Mit 192 PS muss sich der Corsa OPC auf jeden Fall nicht verstecken.
Einen gerechten Lohn für die Mühen gab es am Ende auch: Die Rüsselsheimer konnten den Triumph mit nach Hause nehmen, dass der neue Opel GT auf dem Genfer Autosalon zum „Cabrio of the Year 2007“ gewählt wurde.

Mercedes zeigte auf dem Autosalon unter anderem seine neue C-Klasse. Die Limousine erstrahlt optisch und technisch in neuem Glanz – und macht Platz für eine Revolution. Erstmals gibt es eine Limousine bei Mercedes in zwei verschiedenen Designs. Die C-Klasse in der Classic- und Elegance-Ausstattung trägt den Stern markant wie eh und je auf dem Kühler; in der Avantgarde-Ausführung prangt der Stern im Kühlergrill. Damit sollen sich die drei Ausstattungspakete Classic, Elegance und Avantgarde mehr als vorher unterscheiden.
Ein Blickfang war die DTM-Version der C-Klasse-Limousine.

Volvo feierte gleich zwei Mal Weltpremiere. Zum einen wurde der neue V70-Ableger vorgeführt. Die neue Generation des Volvo V70 ist für einen Kombi mehr als ausreichend motorisiert: Ab 163 PS geht es über 185 PS hoch bis zu einem Dreiliter-Turbo mit 285 PS. Beim Autohändler steht der V70 ab Spätherbst.
Ebenfalls Weltpremiere hatte der Volvo XC 70, die Allradvariante des Volvo V70. Der XC 70 hat eine größere Bodenfreiheit und unterscheidet sich durch den Allradantrieb vom V70. Der Volvo XC 70 wird ebenfalls im Spätherbst auf den Markt gebracht.

Renault präsentierte in Genf neuen Twingo, der schon ab Mitte dieses Jahres erscheinen soll. Geplant sind Benzinmotorvarianten von 60 bis 100 PS. Eine Dieselversion ist ebenfalls in Planung. Damit würde der seit nunmehr 14 Jahren unverändert gebaute Twingo von seiner neuen Version abgelöst werden.
Ebenfalls neu ist eine Kombivariante des Renault Clio namens Renault Clio Grand Tour. Zudem kommt ein Sondermodell des Clio mit besonders sparsamen Motor, das Rip Curl heißen wird und mit 5,9 Litern Verbrauch pro 100 Kilometern zwar sparsam ist, aber nicht an die Spritsparer der Konkurrenz herankommt.

Auf der nahenden Auto-Mobil-International (AMI) vom 14. bis 24. April 2007 in Leipzig werden alle Neuheiten des Genfer Autosalons ein zweites Mal zu bestaunen sein. Zusätzlich gibt es viele interessante Fahrzeuge und noch einiges mehr zu bestaunen sein.

CO2 – führt doch ein Weg daran vorbei?

Neben aller Furore um die neusten Innovationen aus aller Welt ist doch eine Marktentwicklung kaum zu übersehen, die man jahrelang eher belächelt hat: Der Trend geht spürbar hin zu energiesparenden Verkehrsmitteln und zu Antrieben aus erneuerbaren Energien, die nicht nur die Umwelt entlasten, sondern in naher Zukunft auch die konventionellen Kraftstoffe ersetzen sollen.
Und so gibt man sich auch auf dem Genfer Autosalon betont umweltbewusst und will dem Streit um hohe Feinstoffbelastungen und horrenden Benzinverbrauch endgültig Paroli bieten, um den schlechten Ruf der Branche zu entkräften. Deshalb zeigen neben den umweltschonenden Fahrzeugen der Weltkonzerne zahlreiche Konzepte und Studien, dass es zukünftig durchaus möglich sein wird, die bisher unbestrittenen Energieträger Schritt für Schritt und eines Tages vollständig durch modernere, ökonomischere und vor allem ökologischere Alternativen zu ersetzen.

Zu einer dieser Alternativen könnte in Zukunft Erdgas werden. Zusammen mit dem ADAC, dem Bundesumweltministerium und der Interessengemeinschaft „Erdgas als Kraftstoff“ präsentieren viele mitwirkende Autohersteller auf einem gemeinsamen Messestand auf der nahenden AMI in Leipzig, dass Erdgas längst mehr ist als eine Studie.
Passend dazu wird der Ford Focus CNG seine Weltpremiere in Leipzig feiern. Der Focus CNG basiert auf dem erfolgreichen Ford Focus und kann mit Benzin sowie alternativ auch mit Erdgas betrieben werden. Das ist auch notwendig, denn das bisherige Tankstellennetz für Erdgas ist mit knapp 700 Tankmöglichkeiten in Deutschland noch stark ausbaufähig

Bereits etabliert an deutschen und auch internationalen Tankstellen hat sich hingegen Autogas. Gerade in Zeiten hoher Benzinpreise bietet sich das Autogas als günstige Option an, zumal Autogas noch bis mindestens 2018 steuerlich gefördert wird. Ein Umstieg lohnt sich also. Viele Hersteller bieten auch Neuwagen ab Werk mit einem Autogasumbau an, durch den das Fahren sowohl mit Autogas als auch mit Benzin ermöglicht wird. Ein gegenüber dem Erdgas mehr als viermal so weites Netz an Autogastankstellen sorgt allerdings für eine flächendeckende Versorgung in Deutschland, sodass nur in Ausnahmefällen auf das fast doppelt so teure Benzin zurückgegriffen werden muss.

Etwas andere Wege beschreiten die so genannten Hybridautos, die von zwei unterschiedlichen Motorentypen angetrieben werden. Wie ein ordinäres Auto hat ein Hybridfahrzeug einen Verbrennungsmotor und zusätzlich einen Elektromotor. Der Elektromotor unterstützt den Verbrennungsmotor beim Anfahren, sodass weniger Kraftstoff verbraucht und somit weniger Schadstoff ausgestoßen wird.
In der Stadt übernimmt der Elektromotor außerdem den Fahrbetrieb, da der Verbrennungsmotor vor allem beim häufigen Anfahren ein wahrer Spritfresser sein kann. Auf langen Strecken und vor allem bei höherem Tempo wird der Wagen vom Verbrennungsmotor angetrieben, wobei überschüssige Energie für die Aufladung des Elektromotors verwendet wird.
Ob dieser Ansatz auf Dauer allerdings Erfolg haben wird, ist noch nicht abzusehen. Ein entscheidender Punkt ist sicherlich, dass Hybridfahrzeuge immer noch fossile Brennstoffe verbrauchen und auf lange Sicht nicht bestehen können. Und so zeigen nur wenige Hersteller neue Konzepte zu Hybridautomobilen. Der Tenor ist eindeutig: Es wird neben den schon verfügbaren Hybridwagen wie dem Toyota Prius Hybridfahrzeuge von fast allen großen Automobilherstellern geben, allerdings erscheint ein großer Hybridfeldzug aus den oben genannten Gründen eher unwahrscheinlich.
Aber die Modelle, die präsentiert werden, machen Lust auf mehr, wie der Vorschlag aus Fernost von Honda: Honda Small Hybrid Sports Concept heißt der sportliche Wagen, der Fahrspaß mit einem umweltschonenden Antrieb verbinden soll und den Honda in Genf ausstellte.
Ebenfalls Lust auf mehr macht Hybridveteran Toyota mit seiner Sportwagenstudie Future Toyota Hybrid Sport (FT-HS). Wie bei Honda ist auch das Modell von Toyota auf umweltfreundlichen Fahrspaß ausgelegt. Zugleich führte Toyota mit der Hybridstudie Hybrid X einen möglichen Prius-Nachfolger vor, der technisch auf dem neusten Stand der (Hybrid-)Technik ist.

Noch in den Kinderschuhen auf dem Weg zum reinen Treibstoff steckt Biogas, das bisher in Deutschland nur zur Stromerzeugung genutzt wird. Deshalb wird die Nutzung von Biogas als Energieträger in Fahrzeugen das Schwerpunktthema des alljährlichen Kongresses des BGW (Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft) auf der AMI im kommenden Monat sein. Durch einen Erfahrungsaustausch mit Testkandidaten und Autoherstellern erhofft man sich eine praxisnahe Diskussion führen zu können, die helfen soll, Biogas am Markt zu etablieren.
Saab kündigte unterdessen auf dem Genfer Autosalon an, sein BioPower-Konzept auf die gesamte 9-3-Baureihe auszuweiten. Das BioPower-Konzept minimiert den Kohlenstoffdioxidausstoß deutlich, da der Kraftstoff aus 85 % Biogas und nur 15 % Benzin besteht. Gleichzeitig bietet der alternative Treibstoff eine Leistungssteigerung von bis zu 17 %. Die modifizierte 9-3-Baureihe, bestehend aus Sportlimousine, Sportcombi und Cabriolet, soll noch in diesem Jahr erscheinen. Der Saab 9-5 Biopower, der das gleiche Antriebskonzept besitzt, ist schon seit 2005 auf dem Markt zu haben.

Ferner präsentierte Saab auf dem Genfer Autosalon einen Elektrowagen, der vor allem als Kurzstreckenfahrzeug dienen soll. Ob und in welchem Rahmen das Elektromobil nach Europa kommen wird, ist noch ungewiss. Bislang ist ein ähnliches Fahrzeug von Saab in Japan als Miniauto auf dem Automarkt erhältlich und besonders in einigen Firmen als günstiges Fortbewegungsmittel beliebt. Vor allem die geringe Reichweite von Elektrofahrzeugen verhinderte bis jetzt allerdings eine stärkere Verbreitung der eigentlich umweltfreundlichen Wagen, die keinerlei Abgase produzieren.

Um dem Autofahrer nicht nur theoretisch den Umweltschutz näher zu bringen, sondern ihm auch praktisch ein Gefühl für umweltschonende Fahren zu geben, veranstalten 26 Autohersteller unter der Schirmherrschaft des Bundesumweltministeriums eine Spritfahrstunde auf der AMI in Leipzig. Professionelle Trainer zeigen Interessenten auf Leipzigs Straßen Tipps und Kniffe, um auch ohne zukunftsorientiertes Fahrzeug oder alternative Treibstoffe bis zu 25 % Spritkosten zu sparen. Als besonderer Anreiz stehen für die Fahrten aktuelle Modelle aus dem gesamten Angebot der teilnehmenden Hersteller zur Verfügung.

Welcher Energieträger in Zukunft die besten Chancen haben wird, ist noch nicht abzusehen.

Konventionell und doch umweltschonend – der Diesel der nächsten Generation

Doch während die einen schon über alternative Energieträger nachdenken, bleiben andere lieber bei den konventionellen Lösungen, die allerdings ebenfalls immer umweltschonender werden.
So gibt es auch im Bereich der Dieselmotoren in der künftigen Autogeneration Neues und Innovatives zu entdecken und erleben.

Subaru präsentierte auf dem Genfer Automobilsalon den ersten Dieselmotor in Boxerbauweise, der alle charakteristischen Merkmale eines klassischen Boxermotors aufweist und bald auch für Dieselkraftstoff einsetzbar sein wird. Der Dieselboxer soll wie ein herkömmlicher Benzinboxermotor deutlich geräuscharmer sein als ein reiner Benzinmotor und dabei nur minimale Vibrationen entwickeln. Bis 2008 will Subaru den neu entwickelten Boxermotor zur endgültigen Marktreife gebracht haben und dann auch in europäischen Fahrzeugmodellen einsetzen.

Honda zeigte eine weitere technische Innovation: Der Schadstoffausstoß der nächsten Generation der Dieselmotoren soll durch neuartige Katalysatortechnik auf das Niveau eines Benzinmotors reduziert werden.
Auch der Toyota Auris und die neuen Volkswagen-Modelle VW BlueTDI, der bis zu 90 % weniger Schadstoffe freisetzt, VW Phaeton, der die Abgasnorm Euro5 von 2009 schon heute erfüllt, und der Passat Bluemotion mit seinen gut 5 Litern Verbrauch zeigen, dass sich ökologische Fahrzeuge durchsetzen werden.
Häufig werden auf Automessen auch Landrover Berlin dem Publikum vorgestellt.