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Artikel "Eine kurze Geschichte des Automobils"

Die Entwicklungsgeschichte des Automobils ist genauso spannend wie lehrreich, denn sie führt uns von der griechischen Antike über die Genies der Renaissance bis in das Zeitalter der Industrialisierung. Bis zum benzinbetriebenen PKW unserer Zeit durchlebte das Automobil zahlreiche Veränderungen und mit den neuen alternativen Antriebssystemen der nahen Zukunft scheint sich der nächste Evolutionssprung schon anzukündigen.

Die Idee eines beweglichen Gefährts dürfte in etwa so alt sein wie das Rad selbst, also circa 6.000 Jahre. Bis zum späten Mittelalter blieb menschliche oder tierische Muskelkraft jedoch das einzige Antriebsmittel, deshalb konnte man noch nicht wirklich von Vorgängern eines Automobils sprechen. Die Idee, einen Wagen durch eine andere Kraft zu bewegen, existierte jedoch schon in Skizzen und wenigen einfachen Konstrukten aus der griechischen Antike und dem Mittelalter. Mit Leonardo da Vincis Visionen begann in diesem Gebiet die Neuzeit. Er zeichnete 1490 den Entwurf eines selbstfahrenden Panzerwagens, doch die damalige Ingenieurskunst war seinem Geist noch in keiner Weise gewachsen. Erst 1600 konstruierte der Niederländer Simon Stevin einen Wagen, der mit Wind angetrieben wurde. Sein Segelwagen nutzte erstmals eine andere Kraft als die der Muskeln.

Auch den ersten Verbrennungsantrieb entwickelte ein Niederländer. Die mit Schießpulver betriebene Kolbenmaschine von Christiaan Huygens von 1674 gilt somit als erster Verbrennungsmotor. Nur wenig später eroberte die Dampfmaschine Europa und veränderte das wirtschaftliche und soziale Gesicht des Kontinents. Wissenschaftliche Größen wie Isaac Newton, Denis Papin und James Watt versuchten, den Dampfantrieb auch in Radfahrzeuge zu implementieren. In der Folge waren England und Frankreich führend in der Weiterentwicklung von Dampfautomobilen und bereits 1828 verkehrte in London ein regulärer Linien-Dampfbus. Das Elektroauto wurde dann 1839 erfunden.

Die Erfindung des Automobils mit Verbrennungsmotor wie wir es heute kennen, gelang Carl Benz 1885 in Mannheim. Wenig später folgten die davon unabhängigen Entwicklungen von Gottlieb Daimler, Wilhelm Maybach und Siegfried Marcus. Es dauerte nur wenige Jahre, bis es in vielen Teilen Europas zur Gründung von Automobilfabriken kam und die ersten Autos in Serie gebaut wurden. Zu dieser Zeit wurde im Übrigen auch erst der Begriff „Automobil“ geprägt. Er setzt sich zusammen aus dem griechischen Wort „auto“ für „selbst“ und dem lateinischen „mobilis“ für „bewegend“. Durch die Weiterverarbeitung von Erdöl zu Benzin setzte sich das kraftstoffbetriebene Auto zu Anfang des 20 Jahrhunderts gegenüber dem Dampf- und Elektroauto durch. Innerhalb weniger Jahre wurden immer weitere Verbesserungen vorgenommen und zahlreiche Erfindungen gemacht – von der Scheibenbremse bis zum Scheibenwischer. Befeuert durch die Entwicklungen während der Weltkriege wurde das Automobil wie kein zweites Objekt ein Sinnbild des menschlichen Fortschritts, brachte dabei aber auch Probleme mit sich.

Den ökologischen Bedenken wegen der massiven Verschmutzung der Luft wurde bereits in den 1970ern der Katalysator entgegengesetzt. Hinzu kommt ein immer gewalttätigerer Wettkampf um die Ressource Öl, dem die Industrienationen zuletzt mit der Entwicklung alternativer Antriebssysteme zu entgegnen versuchten. Die unstreitbaren Defizite der Fahrzeuge werden aber bislang durch den hohen Stellenwert des Autos in den westlichen Gesellschaften wettgemacht. General Motors plant übrigens die Serienproduktion von automatisch gelenkten PKWs in naher Zukunft. Das wären dann in der Tat letztlich „Automobile“.