Auto-infos.net
Navigation
Startseite
Aktuelle Trends
Autobewertung
Autokredit
Automarken
Automessen 2007
Autoreifen
Autoreisen
Autositze
Autoteile online kaufen
Autovermietung
Bußgeldkatalog
CO² Ausstoß
Das Auto
Do-it-yourself – Die Werkstatt zu Hause
E 10
Eine kurze Geschichte des Automobils
Feinstaubplakette
Hybridantrieb
Hybridbatterien
KFZ-Versicherung
Navigationssystem
Rear-Seat-Entertainment
Schaltgetriebe oder Automatik?
Treibstoffe
TÜV-Untersuchung
Verkehrsüberwachung
Impressum

< Zurück

Artikel "Rear-Seat-Entertainment"

"Mir ist langweilig. Sind wir bald da?" Auto fahrende Familien-Oberhäupter kennen diesen Kanon ihrer Zöglinge. Längere Reisen im Fond sind nicht nur für Kinder der Super-GAU. Auch die Eltern sind vom ständigen Benjamin-Blümchen-Töröööö aus den Bord-Lautsprechern schnell entnervt. Doch es gibt Abhilfe. So genannte Rear-Seat-Entertainment-Systeme versprechen mit Video-Unter­haltung und Kopfhörern Ruhe auf den Rücksitzen. Da muss nur der kleine Clown-Fisch Nemo über die integrierten Flachbildschirme flitzen, und schon vergessen die Kids Zeit und akuten Pipi-Druck.

Doch wenn geneigte Eltern beim Auto-Neukauf die Aufpreislisten (ab 1.500 Euro aufwärts) studie­ren, sorgt das elektronische Kinder-Valium schnell für erhöhten Pulsschlag. Wer jedoch auf dem Nachrüstmarkt einkauft, spart erheblich. Hier liegt der Preis für ein System mit zwei Bildschirmen und DVD-Spieler ab 199 Euro. Unschön ist nur der unvermeidliche Kabelverhau der über den Ziga­rettenanzünder stromversorgten Systeme. Die an den Kopfstützen durch Gummibänder angebrach­ten Bildschirme wirken nicht schön, erfüllen aber ihren Zweck. Von der Bild- und Tonqualität ge­ben sich diese Nachrüstsysteme nichts zu den ab Werk eingebauten. Auch die Sicherheit ist ge­währleistet. Bei einem Unfall sollten die Köpfe der Kleinen unter den Monitoren "wegtauchen".

Viele dieser Anlagen bieten auch noch extra Anschlüsse, um z. B. eine Spielkonsole oder Camcor­der anzuschließen. So ist der Vielfalt neben dem Videoschauen fast keine Grenzen mehr gesetzt. Bedient werden diese Systeme in der Regel über eine Fernbedienung, die werksseitig eingebauten verfügen teilweise noch über ein Bedienfeld in der Mittelkonsole. Es gibt drei Möglichkeiten des Einbaus. Entweder im Fahrzeughimmel, über der Mittelkonsole oder in/an den Kopfstützen des Vordersitzes. Beim Monitor im Himmel hat man den Nachteil, dass man immer nach oben schauen muss, bei der Mittelkonsole muss man immer nach unten schauen. Bei beiden hat man je nach Blickwinkel nicht das ganze Bild (da nur ein Bildschirm vorhanden ist) im Blick, was zu einem ge­trübten Videoerlebnis führen kann. Einzig beim Einbau in die Kopfstützen hat man das Bild direkt vorm Auge und kann je nach Bedarf jeden Bildschirm einzeln einstellen (Helligkeit, Farben).

Auch gibt es mittlerweile „normalen“ Fernsehempfang fürs Auto. Leistungsstarke TV-Tuner mit entsprechender Antennenausstattung holen das laufende Programm in akzeptabler Qualität ins Auto wahlweise im gewohnten PAL-Standard oder auch in digitaler Qualität mit dem neuen DVB-T-Sys­tem. Abgesehen von einigen wenigen Geräten, die TV-Tuner und Bildschirm in einem einzigen Ge­rät vereinen, sind zwei Geräte die Grundvoraussetzung für Kfz-Fernsehempfang: ein Tuner, der die Signale aus dem Äther fischt, und ein Monitor, der die Sendungen per AV-Verbindung vom Tuner bekommt und sie sichtbar macht. Hierbei sollte man sich auf Kosten 300 Euro aufwärts gefasst ma­chen. So binär wie die neue Technik verhält sich leider auch die Bildqualität. Das heißt, dass im Prinzip entweder ein störungsfreies, kristallklares Bild auf dem Monitor erscheint oder das Signal bei schlechtem Empfang gleich komplett abreißt. Bis auf ein paar bunte Pixelklötze ist dann gar nichts mehr zu erkennen.

Für häufige Fahrten mit Kindern sind es ideale Bedingungen, die man sich mit Rear-Seat-Entertain­ment schaffen kann. Die Kinder können Video oder Fernsehen schauen, oder auch mit der PS zo­cken, sind dadurch leiser und ausgeglichener auf der Fahrt. Wer allerdings kaum Passagiere im Fond über längere Zeit befördert, für den lohnt sich die Anschaffung eines solchen Rear-Seat-Enter­tainment-Systems nicht wirklich. Wer aus diesem Grund sparen möchte, sollte lieber auf eine gute Musikanlage setzen. Ob der Einbau allgemein gesehen nützlich ist, sollte jeder für sich und seine Bedürfnisse selbst entscheiden, schaden können sie auf jeden Fall nicht.