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Artikel "Treibstoffe"

In Zeiten wo der Benzinpreis laufend steigt, überlegen sich viele Autofahrer Alternativen. Nicht zuletzt durch die Mehrwertsteuererhöhung am 1. 1. 2007 wurde das Thema KFZ für viele Bundesbürger ein finanziell noch belastender Posten im monatlichen Budget. Mit dem Jahreswechsel 2006/2007 traten auch geänderte Bedingungen für den Bereich der Biotreibstoffe in Kraft, wo jetzt beim Benzin und Diesel neue Beimischungen vorgesehen sind: Jetzt muss beispielsweise ein Anteil vom teuren Ethanol vorhanden sein, außerdem sind Biokraftstoffe seit Sommer 2006 nicht mehr von der Mineralölsteuer befreit. Nun laufen die Verbrauchorganisationen Sturm gegen die Pläne der Ölkonzerne, die Preise in den kommenden Jahren noch deutlich anzuheben. Auch die Autofahrer-Clubs protestieren gegen diese Ideen und fordern von der Wirtschaft faire Preise für Treibstoffe. Denn in der Regel werden von den Konzernen Erhöhungen von Rohöl sofort aber Preissenkungen erst verspätet an die Kunden weitergegeben. Auch die sonstigen Rahmenbedingungen ermöglichen grundsätzlich günstigere Spritpreise, denn ein schwacher Dollar und fallende Kosten für den Öleinkauf sollten eigentlich an der Zapfsäule positiv zu spüren sein.

Bevor ein neues Auto mit moderner Hybridtechnik oder einer anderen umweltfreundlichen Technik angeschafft wird, kann man selbst etliche Punkte beachten, womit die Einsparung von Benzin möglich ist:
Wer beispielsweise an der Ampel nicht mit Vollgas losfährt, sondern langsam beschleunigt und rasch in einen höheren Gang schaltet, kann innerstädtisch seinen Spritverbrauch um bis zu ein Drittel reduzieren. Auch das Fahren mit niedriger Drehzahl bringt Einsparungen.

Auch das Gewicht des Autos kann geändert werden und zwar dadurch, dass mögliche Gepäckträger am Dach entfernt werden. Diese sind auch in der Aerodynamik störend und vergrößern deshalb den Bedarf an Treibstoff. Viele Fahrer schleppen auch unnötigen Ballast im Auto mit sich, hier kann durch das Entleeren des Kofferraums oft viel Gewicht eingespart werden: Werkzeugkisten oder Getränkekästen sind schwer und wirken sich negativ auf den Verbrauch aus.

Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt der Reifendruck: Hier kann man ruhig um 0,2 bar über den vom Hersteller empfohlenen Wert gehen, was bedingt durch die kleinere Reibungsfläche zusätzlich Sprit spart. In den letzten Jahren sind auch sog. Leichtlaufreifen auf den Markt gekommen, die über verbesserte Abrolleigenschaften verfügen.

Außerdem empfiehlt sich gerade im Ortsgebiet das Gleiten. Ständiges Gasgeben bzw. Bremsen ist unwirtschaftlich und gerade kurz vor einer roten Ampel sollte man nicht mehr beschleunigen, sondern den Fuß vom Pedal nehmen. Ein Druck auf die Kupplung unterbricht frühzeitig die Verbindung zum Motor und das Fahrzeug rollt durch den vorhandenen Schwung lange weiter, bis man dann langsam bremsen sollte. Wenn man sich dann an die vorgeschriebenen Tempolimits hält, ist man oft auf der „grünen Welle“ unterwegs, was sich auf Jahressicht im Portemonnaie widerspiegelt. Das Fahren mit Vollgas – etwa auf der Autobahn – benötigt rund doppelt so viel Kraftstoff wie die wenn man nur mit 75 Prozent der Leistung vorlieb nimmt.

Viele Zeitgenossen lassen ihr Auto im Winter warmlaufen, da keine Standheizung eingebaut ist. Somit sind zwar unter Umständen die Scheiben nicht mehr beschlagen und der Innenraum warm, aber der Treibstoffverbrauch ist enorm. Gerade für den Motor ist dies übrigens auch nicht ratsam, denn er funktioniert am besten, wenn man das Fahrzeug einfach nur normal anlässt und dann nicht allzu zügig losfährt. Vor einem Bahnübergang, im Stau oder generell bei einer Wartezeit von mehr als einer halben Minute sollte man zudem das Fahrzeug abstellen, denn ein Neustart ist dann wirtschaftlicher.

Elektrische Funktionen im Auto erhöhen ebenfalls den Spritbedarf, so sollte man das Licht nur dann einschalten, wenn es nötig ist bzw. die Verkehrssicherheit erhöht. Nicht unterschätzt werden darf die Energiefressende Klimaanlage, die heute fast zur Serienausstattung gehört. Sie benötigt bis zu einen halben Liter Sprit pro 100 Kilometer und sollte – sofern ihr Betrieb unbedingt nötig ist – in den meistens vorhandenen „Economy“-Modus geschaltet werden. Auch die Scheibenwischer oder die Heizung benötigt Strom, der wiederum durch die Lichtmaschine produziert werden muss.

Bei Fahrten von einem Berg herunter kann man zum Sparen den Leerlauf einlegen bzw. vom Gas gehen, wodurch ebenfalls Treibstoff gespart werden kann. Allerdings darf die Zündung natürlich nicht ausgeschaltet werden, weil dann die Servolenkung und die Bremse nicht mehr richtig funktionieren und sich eventuell sogar die Lenkradsperre einschaltet, was fatale Folgen haben kann.

Immer mehr in Mode kommt auch bei Pendlern eine besondere Form des Sparens, nämlich die Fahrgemeinschaften. Hier sind Arbeitskollegen, Bekannte oder sogar wildfremde Menschen, die sich über Internetplattformen treffen, miteinander unterwegs und reduzieren dadurch die Kosten. Natürlich wirkt sich das nicht nur auf den Spritverbrauch aus, sondern auch auf die generellen Fahrzeugkosten, die bei geringerer Kilometerleistung natürlich entsprechend niedriger sind. Auch die Umwelt wird auf diese Art und Weise geschont.

Biodiesel

Moderne Kraftstoffe sind längst nicht mehr so umweltschädlich wie früher, gerade aber Biodiesel bietet eine zusätzliche Möglichkeit, die Energie weniger zu belasten: Weniger Schwefel und Ruß bzw. verbesserte Emissionswerte im Bereich CO2 oder ein niedriger Kohlenmonoxid- und Kohlenwasserstoff-Ausstoß sind die wichtigsten Vorteile dieses Treibstoffs. Da der Biodiesel ein „nachwachsender“ Rohstoff ist, belastet er die Umwelt nicht, wenn er beispielsweise in Gewässer gerät, was etwa bei einem Unfall vorkommen kann und ist leicht abbaubar.

Einige neue Autos können ab Werk mit einer entsprechenden Biodiesel-Anlage bestellt werden, ältere Modelle sind nachrüstbar. Im praktischen Einsatz ergibt sich bei Biodiesel praktisch kein Unterschied zum herkömmlichen Treibstoff. Auch eine Mischung mit mineralischem Diesel ist problemlos möglich, falls keine entsprechende Tankstelle erreichbar ist.

Hybridtechnik

Bei dieser Antriebsform wird ein klassischer Verbrennungsmotor (Benziner oder Diesel) mit einem Elektromotor kombiniert. Die Technik ist zwar grundsätzlich für die breite Masse der Autofahrer verfügbar, denn mehrere Modelle sind erhältlich. Allerdings sind sie aufgrund der komplizierteren Ausstattung deutlich teurer als konventionelle Fahrzeuge. Dafür reduziert sich für die Umwelt die Emission von giftigen Stoffen um etwa die Hälfte und auch der Benzinverbrauch nimmt ab, was gerade bei Vielfahrern ein nicht zu unterschätzender Punkt ist. In der Praxis fällt beim Hybridantrieb auf, dass er nach dem Anlassen und beim ersten Gasgeben keinerlei Geräusch von sich gibt, denn zuerst wird der Elektromotor aktiv. Erst aber einer Geschwindigkeit von etwa 30 km/h schaltet sich das Verbrennungsaggregat dazu. Beim Abbremsen – etwa vor einer roten Ampel – kehrt sich dieses System dann wieder um, wobei der Elektroantrieb durch eine Batterie gespeist wird. Dieser erhält ihren Strom direkt aus dem Fahrzeug, beispielsweise wird die Bremsenergie umgewandelt. Aber auch beim Gleiten auf längeren Strecken wird die Batterie geladen, weil hier im Fahrzeug mehr Energie zur Verfügung steht als benötigt wird. Der Hybridmotor ist also mit relativ komplizierter Technik ausgestattet, um in den richtigen Situationen selbst „mitdenken“ zu können. Natürlich handelt es sich dabei nicht um ein herkömmliches Elektroauto, das per Steckdose mit Strom versorgt wird sondern um eine intelligente Lösung mit Zukunft. Heute ist vor allem der Toyota-Konzern führend in der Vermarktung von Hybridtechnik, andere Autobauer kommen erst langsam mit eigenen Entwicklungen auf den Markt. In Deutschland gibt es zurzeit ein paar Tausend Hybridautos.

Erdgasautos

Mit dem Jahreswechsel 2006/2007 gab es in Deutschland rund 50.000 Autos mit Erdgasantrieb. Und in letzter Zeit stiegen die Zulassungszahlen der umweltfreundlichen Fahrzeuge deutlich, womit der Anteil jetzt immerhin schon mehr als ein Prozent beträgt. Die Beliebtheit von Erdgas liegt wohl in erster Linie an den günstigen Preisen im Unterhalt, denn der alternative Treibstoff kostet nur etwa die Hälfte von Diesel. Da sich die Bundesregierung für eine Steuermäßigung bis 2018 entschieden hat, werden sich die Preise auch in den nächsten Jahren nicht gravierend ändern. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage haben alle renommierten Hersteller Erdgasautos im Programm – die Palette reicht dabei vom Kleinwagen bis zur Limousine. Und auch die Anzahl der Erdgastankstellen wird sich deutlich erhöhen, wodurch eine gute Versorgung mit dem Treibstoff gesichert ist. Für Privatleute und Unternehmer rentiert sich der Umstieg, denn es gibt von regionalen Stellen teilweise großzügige Zuschüsse bzw. Prämien und teilweise wird auch die Versicherung der Fahrzeuge billiger. Bis zu 15 Prozent erhält man etwa in Form eines sog. Öko-Tarifs und auch die Kraftfahrzeugsteuer beträgt nur etwa die Hälfte. Damit bietet sich diese Technik besonders für Vielfahrer an, denn sie haben einerseits niedrige Grundkosten und andererseits günstige laufende Treibstoffausgaben. Gewerbetreibende erhalten sogar besonders vorteilhafte Kredite für die Anschaffung von Erdgas-KFZ. Momentan kostet ein solcher PKW als Neuwagen etwa 2-3.000 Euro mehr als ein „normaler“ Benziner oder Diesel. In der Praxis gibt es dann kaum einen Unterschied zu herkömmlichen Autos, nur der Gastank muss alle paar Jahre einmal geprüft werden, bei den normalen Inspektionen gelten ähnliche Vorgaben wie bei Diesel-PKWs. Selbstverständlich können auch Fahrzeuge mit Erdgastechnik nachgerüstet werden, wobei hier natürlich deutlich höhere Kosten entstehen als wenn das Auto serienmäßig dafür ausgelegt gewesen wäre.

Flüssiggasantrieb

In Deutschland sind derzeit ca. 50.000 Fahrzeuge mit Flüssiggasantrieb zugelassen. Bei ihnen handelt es sich in der Regel um nachgerüstete Modelle, die als Firmenfahrzeuge oder Taxis ihren Dienst versehen. Der Umbau eines konventionellen Autos geht relativ einfach von statten und kostet 2-4.000 Euro, was sich durch die günstigeren Treibstoffkosten bereits nach etwa 20.000 Kilometern amortisiert. Das Tankstellennetz ist hierzulande übrigens ähnlich ausgebaut wie beim Erdgas. Da aufgrund der hohen Benzin- und Dieselpreise immer mehr Lenker auf Autogas umsteigen, gibt es lange Wartezeiten für den Umbau. In der Bundesrepublik gibt es übrigens im europäischen Vergleich relativ wenig Gasbetriebene Autos, hier führt Italien mit 1,4 Millionen knapp gefolgt von Polen. Aufhorchen ließ der Hersteller Cadillac im Sommer 2006 als er ankündigte, praktisch alle neuen Modelle auf Wunsch mit einer kostenlosen Gasanlage auszuliefern.
Der große Vorteil dieses Systems liegt darin, dass der Flüssiggasbehälter zusätzlich zum bestehenden Benzintank eingebaut wird. Deshalb kann das Fahrzeug auch mit beiden Treibstoffen gefahren werden. Oft wird er statt des Reserverads eingebaut oder als Flaschen im Kofferraum untergebracht. Da die heutigen Tanks einen enormen Druck aushalten können, besteht auch keine Explosionsgefahr mehr, wie bei den ersten Modellen.
Autogas belastet die Umwelt deutlich weniger als Benzin bzw. Diesel und trägt deshalb nicht zur Bildung von schädlichem Ozon oder Smog bei. Das Abgas ist weitaus sauberer als bei herkömmlichen Fahrzeugen.

Pflanzenöl

Eine interessante Alternative zum Erdöl ist pflanzlicher Treibstoff, z. B. auf Basis von Raps. Es gibt auch bereits Versuche, die afrikanische Ölpalme als Spender für Kraftstoff zu verwenden. Der große Vorteil ist bei dieser Form des Antriebs, dass das Öl in der Nähe des Verwendungsortes produziert werden kann, weshalb teure Importe wegfallen. Allerdings besteht bei einer weit verbreiteten Nutzung von Raps oder ähnlichem die Gefahr, dass Monokulturen nötig sind, um den entstehenden Bedarf zu decken. Allerdings wird die Umwelt bei der Herstellung des Pflanzenöls vergleichsweise wenig geschädigt, weshalb längerfristig in diesem Bereich interessante Möglichkeiten entstehen. Der erneuerbare Energieträger funktioniert in normalen Dieselmotoren, die nur angepasst werden müssen. Dabei benötigt man in erster Linie eine Einrichtung zum Vorwärmen des Öls, geänderte Kraftstoffleitungen und andere Filter, bei neueren Modellen kommt auch eine Adaption der Fahrzeugelektronik dazu. Die hier verwendete Technik ist mittlerweile erprobt und zuverlässig, der Einbau erfolgt bei spezialisierten Betrieben. Eigens entwickelte Pflanzenölmotoren sind wieder von der Bildfläche verschwunden. Bei der Verbrennung gelangt nur wenig CO2 in die Luft, das wiederum durch die Photosynthese der Energiepflanze neutralisiert wird. Somit ergibt sich ein Kreislauf, der eine sehr schnelle Umwandlung ermöglicht. Im Gegensatz zur Entstehung von Erdöl im Lauf von Jahrmillionen schließt sich hier die Wirkungskette innerhalb weniger Monate. Im Vergleich zum Biodiesel ist bei Pflanzenöl nur die Pressung nötig, jegliche weitere Behandlung entfällt.




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